Foto von: Robert May
43. Rally del Friuli e delle Alpi Orientali
Nach 2003 lies es der Terminkalender endlich wieder einmal zu, sich der Herausforderung Rally Alpi di Orientali im norditalienischen Friaul (Udine) zu stellen. Hermann Gaßner (Surheim) und Karin Thannhäuser (Ufering) vom KATHREIN Renn- und Rallye Team nahmen die Gelegenheit wahr, um mit dem Mitsubishi Lancer Evo IX an der wohl schwierigsten Rallye in der italienischen Rallyemeisterschaft teilzunehmen und möglichst viele Punkte für den Mitropa Rally Cup mit nach Hause zu nehmen.
Mit Hermann Gaßner junior und Siegi Schrankl (Obing) ging ein weiteres KATHREIN Renn- und Rallye Team mit einem Suzuki Ignis Sport an den Start.
Die höchst anspruchsvollen Wertungsprüfungen haben mit den schier unendlich viel scheinenden Kehren eine völlig andere Charakteristik, als es sonst der Fall ist. Die Streckenführung glich einer Berg- und Talfahrt: Vom Start weg hinauf auf 1000 m, wieder runter auf 200m und anschließend über 800 Höhenmeter wieder auf 200 m hinunter zum Ziel. Die Gesamtdistanz verlief über 507 km, verteilt auf 12 Sondeprüfungen mit 206 km.
Schon der Start, mitten auf der Piazza Libertá, glich einem riesigen Volksfest, auf dem sich viele Menschen versammelten, um dieses Schauspiel live mit zu erleben. Anschließend ging es hinaus in das ca. 20 km entfernte Cividale del Friuli, wo der riesige Servicepark Dreh- und Angelpunkt der nächsten zwei Tage war. Danach folgten die ersten drei Prüfungen hintereinander. Zum Auftakt waren dann gleich mal 21 km zu absolvieren und für das KATHREIN Renn- und Rallye Team kam die erste Ernüchterung: Die italienischen Spitzenpiloten waren auf ihrem heimischen Terrain kaum zu schlagen. Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser besannen sich fortan auf ihre Aufgabe und dem Ziel, die Mitropa Cup-Wertung im Auge zu behalten und möglichst zu gewinnen. Für den erst 18-jährigen Hermann Gaßner junior war es der erste Einsatz auf italienischen Boden und seine Devise lautete: Ankommen und möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Mit seinem Beifahrer Siegi Schrankl konnte er dieses gesteckte Ziel auch erreichen und beide fuhren sogar als drittplatzierte in ihrer Klasse über die Zielrampe. Das konnten auch nur 56 von den 102 genannten Teams, was ebenfalls die Härte dieser Rallye unter Beweis stellt.
Bestes deutsches Team und Sieger in der Wertung für den Mitropa Rally Cup waren Herman Gaßner und Karin Thannhäuser, die damit ebenfalls ihre Aufgabe erfüllt haben. Nun trennen den Mitsubishi Piloten nur noch 2 Punkte auf den Führenden Tschechen Jirí Tosovski, der allerdings - im Gegensatz zu Hermann Gaßner - auch alle bisherigen Läufe zu dieser mitteleuropäischen Meisterschaft bestreiten konnte.
zur Bildgalerie 1
zur Bildgalerie 2